Corona - und plötzlich ist der Alltag nicht mehr alltäglich

Was für eine seltsame Zeit, die wir gerade alle gemeinsam durchleben!!

 

Als im Januar die ersten Nachrichten über diesen seltsamen Virus namens Corona aus China in den Nachrichtensendern kamen war das ganz weit weg. Und man hörte es und dachte sich kurz:“ Die Armen!“ ich weiß noch, wie meine Mann bei einem gemeinsamen Abendessen mit Freunden (ja damals...) gesagt hat: „Wahnsinn, wegen einer Viruskrankheit legen die eine Millionenstadt lahm. Geschäfte zu, Ausgangssperre. Dann muss das schon was ernsthaftes sein?“ Es wurde diskutiert wie so etwas gehen soll: Einfach mal das Leben einer Großstadt auf fast Null schalten.

 

Ich bin ehrlich, niemals hatte ich zu diesem Zeitpunkt damit gerechnet, dass uns dieses Virus treffen könnte. Dann Anfang März hörte man von einzelnen Fällen in Europa. Oft aus Firmen, bei denen man wusste, die haben geschäftlich Kontakt mit China. Das erschien noch logisch erklärbar.

 

Und dann kam es wie eine Lawine! Noch in den Faschingsferien, als man die Berichte und Zahlen von Norditalien hörte glaubte man an ein glimpfliches Davonkommen von Deutschland. Kurz nach den Ferien nicht mehr!!

 

Und jetzt: Was im Januar in China begann ist bei uns angekommen. Und nicht nur bei uns! Eigentlich weltweit! Mehr oder weniger!

 

Ja – wir bleiben zu Hause. Meine einzigen Kontaktpersonen sind meine Tochter und mein Mann. Und natürlich Nicole. Schließlich sind wir das Meine kleine Liebe-Team. Aber wir sehen uns nur kurz an den jeweiligen Haustüren, wo der eine für den anderen Ware abliefert. Ohne Umarmung wie sonst, sondern aus 2 Meter Abstand. Ganz entfernt noch das Personal im Supermarkt.

 

Ansonsten halte ich zu meiner Familie und meinen Freunden Kontakt per WhatsApp. Wie Ihr alle auch wahrscheinlich.

 

Ich befinde mich in einem Wechselbad der Gefühle in dieser Zeit der Kontaktbeschränkungen. Die meiste Zeit komme ich prima damit zurecht und genieße diese familiäre Verbundenheit auch tatsächlich.

Man beschäftigt sich viel miteinander. Improvisierter Schulunterricht mit der Mama als Lehrerin. Das ist bei Grundschule noch machbar. Bei Physik 10.Klasse wäre ich tatsächlich raus!

Spielen draußen ohne Freunde und Spielplatz ist spannend. Es fallen einem wieder so viele Spiele aus der eigenen Kindheit ein. Hüpfspiele wie Himmel und Hölle zum Beispiel. Mir war nicht bewusst wie anstrengend Gummitwist ist! Fallen Euch noch Hüpfreime ein? 

 

Also eigentlich alles gut und das Wichtigste: alle gesund.

Und dennoch fällt man in manchen Momenten in ein Loch! Weil ich so gerne mal wieder die Großeltern zu Besuch hätte, um zu spüren, dass es ihnen gut geht! Und weil ich meine Freundinnen vermisse. In der Frühlingssonne gemeinsam eine Latte Macchiato trinken und alles Wichtige und unwichtige bequatschen und viel lachen! 

Manchmal fehlen diese kleinen Momente am Tag, die den einen Tag vom anderen unterscheidbar machen!

Mir helfen dann manchmal kleine Veränderungen in meinem Umfeld: eine andere Vase auf dem Tisch. Eine andere Tasse aus der ich morgens den Kaffee trinke. Andere Tischsets. So sieht der Esstisch, an dem man jetzt unausweichlich jede Mahlzeit zu sich nimmt, mal  anders aus.

  

Ich sitze momentan tatsächlich fast den ganzen Tag am selben Platz an unserem Esstisch: zum Frühstück, beim gemeinsamen Lernen mit meiner Tochter und zum Arbeiten, dann zum Mittagessen und am Nachmittag zum Arbeiten oder beim Malen und Spielen. Immer auf dem gleichen Stuhl...HILFE! Also muss man versuchen den Trott zu durchbrechen. Morgen wird an einem anderen Tisch gearbeitet. Und heute Abend haben wir im Wohnzimmer Picknick gemacht!

 

 

Auch bei meiner Tochter merke ich, dass oft eine Kleinigkeit reicht, um sie wieder in Stimmung zu bringen. Leider ist sie ja ein Einzelkind geblieben und manchmal tut sie mir da in diesen Tagen leid. Aber wir spielen wirklich viel zusammen. Und dennoch merke ich dann manchmal so eine Lethargie. 

Und da hilft ein kleines Teil, damit quasi alle ihre Spielsachen in neuem Licht erscheinen. Sicher soll man die Kinder nicht verwöhnen mit Spielsachen, die es einfach so ohne Anlass gibt. Aber ich finde die momentane Situation ist auch für die Kleinen schwierig und rechtfertigt es, mal was zum Spielen zu schenken ohne, dass ein Geburtstag, Weihnachten oder ähnliches ist. Da gilt Corona schon mal als Anlass!

  

So kommen wir möglichst gut gelaunt durch diese speziellen Tage!

 

Und wenn man mal so nachdenkt, ist das ganze vielleicht auch eine Chance für uns.

  • Die Menschen, denen man beim täglichen „Ausgang“ begegnet sind sehr freundlich und rücksichtsvoll zueinander. Sonst erlebt man doch oft das „Aber erst komme ich“-Verhalten. Sei es der Autofahrer an der Kreuzung, der jetzt Zeit hat eine Mutter und ihre kleinen Kinder auf den Fahrrädern entspannt die Straße passieren zu lassen. Sie es der Herr neben einem im Supermarkt, der jetzt geduldig mit Abstand wartet und einem nicht seinen Einkaufswagen in die Fersen schiebt, weil er meint, dann kommt er schneller dran. Und ähnliche Beispiele gibt es viele.
  • Wir dürfen (müssen?) uns im Moment wieder viel Zeit für unsere Kinder nehmen. Wir sind alle bemüht, ihnen einen möglichst erfüllten Tag zu schaffen. Und das mal mit ganz einfachen Mitteln. Die sonstigen Aktivitäten wollen wir bestmöglich ersetzen. Kindergerechtes Sportprogramm. Sich Spiele einfallen lassen, Bastelideen.

Beim gemeinsamen Lernen für die Schule bekommt man doch mal genauer mit, was so ein Lehrer doch leistet und der Respekt vor der Tätigkeit wächst. Und wir achten, was unsere Kinder da doch jeden Tag leisten. Die Familienbande werden wieder enger.

  • Wir merken, dass vieles mit dem wir uns im „normalen“ Alltag beschäftigen eigentlich furchtbar unwichtig ist und im „wahren“ Leben andere Werte zählen.
  • Vielleicht wird jetzt auch in der Politik umgedacht und tatsächlich gehandelt. Denn jetzt müssten wir doch alle begriffen haben wie wertvoll die Berufe im Pflegebereich sind, oder?
  • Vielleicht überdenkt man, ob man für manche Produkte lieber etwas mehr bezahlt und dafür werden sie bei uns hergestellt und macht uns unabhängiger? Muss es sein, dass Medikamente im fernen China produziert werden?
  • In Venedig schwimmen wieder Fische in den Kanälen. Wahnsinn eigentlich. Wahnsinnig schön! Und Delfine tollen in Küstennähe! Die Natur genießt die Ferne der Menschen. Nicht der Menschen aber ihre Auswirkungen. Vielleicht auch ein Ansatz in manchem umzudenken?!

 

Egal wieviel wir lesen, wie viele Talkshows und Informationssendungen wir sehen. Ganz genau weiß momentan keiner, was noch kommt, wie lange es dauert und vor allem wie es danach wird.

 

Also lasst uns alle zusammenhelfen!

Und trotz vieler Einschränkungen, Ängste, Traurigkeit und Verzweiflung sollten wir jeden Tag etwas positives für uns und unserer Lieben rausholen!!

Jeden Tag etwas zu lachen und sich freuen! Vergesst das nicht!!

 

Alles Liebe und bleibt gesund.

 

Ich freue mich, wenn Ihr uns schreibt, wie ihr diese seltsamen Tage erlebt.

 

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